Produkte aus Moorbiomasse
24.02.2026
Durch die Wiedervernässung werden Moorböden als CO₂-Speicher und Lebensraum für gefährdete Arten gestärkt. Der natürliche Aufwuchs aus Gräsern, Seggen, Schilf und Binsen wird geerntet und soll als Moorbiomasse weiterverarbeitet werden. In Kooperation mit Unternehmen testet die Klimafarm daraus nachhaltige Produkte und möchte langfristig neue Wertschöpfungsketten entwickeln.
Projektleitung: Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein
Projektpartner: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) für Treibhausgas- und Biodiversitätsmonitoring
Förderung: Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
Laufzeit: 2021-2031
Ziele und Innovation:
- Klimaschutz: Reduktion der Treibhausgas-Emissionen aus bewirtschafteten Moorböden durch Vernässung und extensive Grünlandnutzung
- Erprobung und Weiterentwicklung: Praxistauglicher Verfahren zur moorbodenerhaltenden Grünlandbewirtschaftung entwickeln
- Aufbau Wertschöpfungsketten: Innovative Ideen für den Rohstoff Mahdgut langfristig wirtschaftlich machen
- Wissensvermittlung: Grundlagen des Moor- und Klimaschutzes und Verfahren zur nassen Grünlandbewirtschaftung weitergeben
Konkrete Beispiele für Produkte:
1. Anti-Matsch-Matten: Erosionsschutzmatten, bestehend vorwiegend aus Moorpflanzen in Kombination mit einer Schicht Holzhackschnitzel. Grasart: Binsen, Schilf, Seggen und Gräsern oder Paludikulturen
2.Dachbegrünungsplatten: Aus einem Pflanzenmix werden Substratplatten gepresst, diese werden als Wachstumsgrundlage für Dachbegrünung genutzt. Grasart: Binsen, Schilf, Seggen und Gräsern
3. Papier aus Paludikulturen: Versuch mit den Recyclingfasern ein nachhaltiges Verpackungspapier herzustellen Grasart: Süßgräser, Sauergräser, Seggen, Schilf und Binsen.
Website: https://www.klimafarm.stiftungsland.de/
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