Wertschöpfungsketten aus Gras: das GoGrass-Projekt
27.02.2026
Projektname: GO-GRASS – Circular Business Models for Rural Agri-Food Value Chains
Förderung: EU-Horizon 2020
Laufzeit: 2020-2024
Konsortium: 22 Partner aus 8 europäischen Ländern (Deutschland, Spanien, Dänemark, Schweden, Niederlande, Belgien, Rumänien, Ungarn)
Ziele & Innovation
- Nutzung ungenutzter Ressourcen: Rund 28 % der EU-Fläche sind Grasland – diese bisher kaum genutzte Biomasse wird durch innovative Verfahren und Geschäftsmodelle erschlossen.
- Kreislaufwirtschaft: Entwicklung geschlossener Wertschöpfungsketten in ländlichen Regionen, um Abfall zu minimieren und Ressourcen effizient zu nutzen.
- Klimaschutz: Reduktion von Treibhausgasemissionen durch biobasierte Alternativen zu fossilen Produkten.
Konkrete Beispiele für Produkte
- Graspapier und Verpackungen aus Grasfasern, mit geringerem Wasser- und Energieverbrauch. Grasart: Landschafts- und Fahrbahnrandstreifengras, Prozess: Vorbehandlung und Fermentation
- Einstreu und Biogas:Hochwertige Einstreu für die Tierhaltung, die aus regionalem Gras hergestellt wird. Grasart: Schilfgras, Prozess: Brikettierung von Gras
- Pflanzenkohle: Durch Pyrolyse von Grasresten entsteht Biokohle, die als Bodenverbesserer oder zur Kohlenstoffspeicherung genutzt wird. Grasart: Magerrasen auf Polderflächen, Prozess: Pyrolyse
- Bio Proteinkonzentrat, Energie, Nährstoffe für Düngemittel: Extraktion von Proteinen aus Gras für die Tierfütterung oder als Lebensmittelzusatz, Rückgewinnung von Nährstoffen (z.B. Phosphor) aus Gras und Grünschnitt für die Landwirtschaft. Grasart: Gras von nitratsensitiven Flächen und Paludikultur, Prozess: Bioraffinerie
Webseite:www.go-grass.eu
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